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Die Greutungen: Ermanarich, die Hunnen und die Donau

Geschichte & Funde Die Greutungen: Ermanarich, die Hunnen und die Donau

Die Greutungen sind ein Name, den fast nur ein einziger Autor kennt: Ammianus Marcellinus, ein römischer Offizier und Geschichtsschreiber des vierten Jahrhunderts. Um sie rankt sich der berühmteste gotische König der Frühzeit, Ermanarich, dessen Reich in der Überlieferung riesig und in der Forschung umstritten ist. Dieser Beitrag legt die Zeugnisse nebeneinander, trennt Quellentext, Archäologie und Deutung und sagt dort, wo die Texte einander widersprechen, dass sie es tun.

Ein Name, den kaum jemand außer Ammianus schreibt

Die Greutungen, in den Handschriften und der Forschung auch Greuthungi, Greutungi oder Greuthungen geschrieben, gelten als einer der beiden großen Teilverbände der Goten nördlich des Schwarzen Meeres im vierten Jahrhundert. Der andere Verband sind die Terwingen (bei Ammianus Theruingi); diese zwei Namen stehen bei ihm wie ein Paar nebeneinander. Hinter beiden steckt das, was die Römer allgemein „Goten“ nannten, und hinter diesem Sammelnamen wieder eine Mischung aus Gruppen unterschiedlicher Herkunft. Die Vorgeschichte der Goten selbst, auch die Frage nach Skandinavien als Ausgangspunkt, behandelt der Beitrag über die Goten; hier geht es um den östlichen Zweig und um das Jahr, in dem seine Welt zerbrach.

Zum Namen gibt es Vorschläge, aber keinen Beweis. Häufig wird eine Verbindung zu einem germanischen Wort für Sand, Kies oder Grus erwogen (altenglisch grēot), so dass etwa „die Leute der steinigen oder kiesigen Flächen“ herauskäme. Im Gegensatz dazu wird der Name der Terwingen mit Wald in Verbindung gebracht. Beides sind sprachliche Vermutungen; sie lassen sich aus der Überlieferung nicht prüfen, und Herwig Wolframs Deutung als „Steppenleute“ ist eine Lesart unter mehreren. Auch ein skandinavischer Ursprung des Namens wurde vorgeschlagen. Wer in einem Buch eine eindeutige Übersetzung findet, liest eine Hypothese.

Schon das Auftreten des Namens ist schmal. Ammianus Marcellinus, ein griechischsprachiger Offizier aus Antiochia, der sein lateinisches Geschichtswerk in Rom abschloss, nennt die Greutungen an mehreren Stellen. Der Dichter Claudian kennt sie am Ende des Jahrhunderts unter derselben Bezeichnung, und im späteren Schrifttum verschwindet der Name. Wer „Ostgoten“ sagt, meint seit dem sechsten Jahrhundert meist dasselbe Volk, aber ob das stimmt, ist eine der zentralen Streitfragen, auf die ich im letzten Drittel zurückkomme.

Wer erzählt eigentlich: vier Zeugen und ihre Entfernung

Die Lage der Zeugnisse bestimmt jeden Satz, den man über die Greutungen schreiben darf. Deshalb vorab, wer was liefert.

Ammianus Marcellinus schrieb im späten vierten Jahrhundert, also zeitnah, aber nicht am Ort. Er war kein Augenzeuge der Ereignisse am Dnjestr, sondern stützte sich auf Berichte Dritter. Sein 31. Buch eröffnet die gotische Katastrophe und ist die einzige zeitgenössische Quelle für Ermanarichs Ende. Dass er die Hunnen mit Vorurteilen schildert, ist bekannt; auf Fakten prüfen kann man ihn bei den Greutungen kaum, weil er die einzige Quelle ist.

Jordanes schrieb um die Mitte des sechsten Jahrhunderts, rund 175 Jahre nach den Ereignissen, vermutlich in Konstantinopel. Seine Getica fasst, wie er selbst angibt, ein verlorenes Werk des Cassiodor zusammen. Für Ermanarich liefert er die Länderliste, die Geschichte von der hingerichteten Sunilda und eine Todesversion, die von Ammianus abweicht. Jordanes will den Goten eine ruhmreiche Vorzeit schreiben. Er ist deshalb nicht erfunden, aber auch nicht neutral.

Claudian, ein Dichter am Hof des Honorius, erwähnt um 399 die Greutungen und Ostgoten als Siedler in Phrygien. Er zeigt, dass der Name noch lebte, als das Land am Schwarzen Meer längst verloren war. Zosimos, ein griechischer Geschichtsschreiber des frühen sechsten Jahrhunderts, schreibt über die Jahre nach 376 und nennt Alatheus und Saphrax in anderer Gestalt (bei ihm Allotheus). Dazu kommen Edward Gibbons Anmerkungen aus dem 18. Jahrhundert, die Claudians Vers überliefern, und die moderne Literatur, vor allem Herwig Wolfram und Peter Heather, die in der Deutung auseinanderliegen.

Noch ein Hinweis zur Methode: Ich habe Ammianus in einer englischen Übersetzung gelesen (Rolfe), Jordanes in der englischen Fassung von Mierow, Zosimos in einer englischen Online-Übersetzung. Lateinisch und griechisch habe ich keinen dieser Texte durchgearbeitet. Wo ein Wort auf dem Wortlaut beruht, steht es im Quellenverzeichnis am Ende.

Die Greutungen vor dem Sturm

Bevor die Hunnen auftreten, kommen die Greutungen bei Ammianus nur am Rand vor. In Buch 27 schildert er die Feldzüge, die Kaiser Valens gegen die Goten nördlich der Donau führte (Ammianus 27,5). In der Übersetzung, die ich gelesen habe, greift Valens dabei das „kriegerische Volk der Greutungen“ an, „die sehr weit entfernt lebten“, und der Gegner wird in die Flucht geschlagen. Hier liegt ein bekanntes Problem. Der Fürst, der in dieser Stelle auftaucht, ist Athanarich, und an anderer Stelle (31,3) nennt Ammianus Athanarich ausdrücklich den Anführer der Terwingen. Dass ein Terwingenführer hier gegen Greutungen kämpft, hat die Forschung beschäftigt; ob es ein Fehler Ammians, eine Handschriftenverderbnis oder eine Verwechslung im Zusammenhang ist, kann ich aus meiner Lektüre nicht sagen und ich habe nicht geprüft, wie die Herausgeber die Stelle behandeln. Man sollte die Stelle jedenfalls nicht als sicheren Beleg für die Lage der Greutungen im Jahr 369 verwenden.

Gesichert genug ist ein geografischer Rahmen. Die Terwingen saßen im Westen, näher an der unteren Donau und in Gebieten, die heute zu Rumänien und der Republik Moldau gehören; die Greutungen saßen weiter östlich, in der Steppen- und Waldsteppenzone der heutigen Ukraine, mit dem Dnjestr (bei Ammianus Danastius) als Grenzfluss. Ammianus selbst beschreibt den Danastius als Fluss, der durch die Ebene zwischen dem Hister (der Donau) und dem Borysthenes (dem Dnjepr) fließt. Das Schwarze Meer liegt im Süden, im Osten schließen sich die Alanen an, die Ammianus als Nachbarn der Greutungen nennt.

Diese Verteilung ist eine römische Wahrnehmung. Welche Gruppen sich selbst als Greutungen verstanden, wie fest die Zugehörigkeit war und ob es neben den beiden großen Verbänden weitere gab, steht nirgends. Spätere Forschung hat die beiden Namen oft wie Staaten behandelt. Die Quellen geben das nicht her: Ammianus spricht von Königen, Richtern und Gefolgschaften, nicht von Gebietskörperschaften.

Ermanarich bei Ammianus: ein Satz, kein Reich

Ermanarich, bei Ammianus Ermenrichus, bei Jordanes Hermanaricus, im Altenglischen Eormanric, tritt in Ammianus' Text nur an einer einzigen Stelle auf: dem Bericht vom Hunneneinbruch in Buch 31. Dort ist er ein „sehr kriegerischer König“, der von seinen Nachbarn gefürchtet wird, mit „ausgedehnten und reichen Gauen“. Mehr gibt Ammianus nicht. Er sagt nicht, wie lange Ermanarich regierte, nicht, wen er unterworfen hatte, und er sagt nicht, dass sein Reich bis zur Ostsee reichte. Er nennt ihn auch nicht ausdrücklich König der Greutungen, aber er verortet die Ereignisse in unmittelbarer Nachbarschaft zu ihnen: Die Alanen, die zuerst von den Hunnen geschlagen werden, werden als Grenznachbarn der Greutungen bezeichnet, und Ermanarichs Land liegt hinter ihnen. Die gängige Gleichung „Ermanarich war Greutungenkönig“ ist also eine Schlussfolgerung aus dem Zusammenhang, nicht ein wörtlicher Satz. Sie ist plausibel und wird in der Forschung fast durchweg vertreten.

Der Satz, auf dem alles andere beruht, ist ein einziger Absatz (Ammianus 31,3,1–2). In ihm überrennen die Hunnen zuerst das Land der Alanen. Die Überlebenden schließen sich ihnen an; zusammen ziehen sie gegen Ermanarichs Gebiet. Er hält eine Zeit lang stand. Dann übertreibt das Gerücht die Gefahr, und er beendet seine Furcht durch freiwilligen Tod.

„… und so setzte er der Furcht vor so großen Gefahren durch einen freiwilligen Tod ein Ende.“Ammianus Marcellinus, Res gestae 31,3,2, nach der englischen Übersetzung von J. C. Rolfe bei Perseids gelesen (gemeinfrei; eigene Übersetzung, sinngemäß nach dem englischen Wortlaut, nicht nach dem Latein)

Über das Jahr sagt Ammianus nichts. Die Ereignisse werden in der Regel auf 375 oder 376 gelegt; auch das ist eine Rückrechnung aus dem Übertritt der Terwingen über die Donau 376. Ob Ermanarich sich tatsächlich selbst tötete oder ob die Römer, die nur Gerüchte hörten, einen Tod als Selbstmord ausgaben, der in Wirklichkeit eine Niederlage mit unklarem Ausgang war, lässt sich nicht entscheiden. Erwähnenswert ist, dass Ammianus selbst „Gerücht“ als Auslöser nennt.

Jordanes' Ermanarich: der gotische Alexander

Ganz anders klingt Jordanes. In den Kapiteln 23 und 24 der Getica folgt Hermanaricus auf den König Geberich und wird als der edelste der Amaler, des gotischen Königsgeschlechts, vorgestellt. Jordanes vergleicht ihn mit Alexander dem Großen und lässt ihn eine Reihe nördlicher Völker unterwerfen. Die Liste, wie sie in der Fassung steht, die ich gelesen habe, lautet: Golthescytha, Thiudos, Inaunxis, Vasinabroncae, Merens, Mordens, Imniscaris, Rogas, Tadzans, Athaul, Navego, Bubegenae, Coldae. Danach bekämpft er die Heruler an der Maiotis, tötet einen Teil von ihnen und unterwirft den Rest; Jordanes nennt ihren Anführer Alarich. Er überzieht die Venethi, die später Anten und Sklavenen heißen, und unterwirft zuletzt die Aestier am Ufer des „germanischen Ozeans“. Am Ende ist er Herr über „die Völker Skythiens und Germaniens“.

Wie belastbar ist das? Genau hier liegt das Deutungsproblem. Die Liste ist nirgends gegengeprüft. Mehrere Namen sind sonst unbekannt oder in dieser Form nur hier belegt, und alle Versuche, sie mit späteren Gruppen im Wolgagebiet und im östlichen Mitteleuropa zu verbinden (etwa die Merens und Mordens mit finnischen oder mordwinischen Gruppen, die Venethi mit den späteren Slawen), sind Vorschläge aus dem Namensklang. Ich habe diese Gleichsetzungen nicht selbst nachgeprüft und gebe sie nicht als Befund weiter. Hinzu kommt, was Jordanes über sich selbst sagt: Er folgt einer älteren gotischen Überlieferung, die das Lob der Amaler singt. Ein König, der von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer herrscht und ein Alexander ist, gehört zur Familienerzählung eines Königshauses, das zur Zeit des Jordanes in Italien herrschte oder gerade untergegangen war.

Zwei Lager stehen sich in der Forschung gegenüber. Herwig Wolfram hat in Ermanarich einen Herrscher gesehen, der tatsächlich vom Baltikum bis zum Schwarzen Meer und nach Osten weit ausgriff. Peter Heather hält dagegen, dass ein solches Reich größer gewesen wäre als jeder bekannte gotische Verband des vierten Jahrhunderts, dass es in den römischen Quellen mehr Spuren hätte hinterlassen müssen und dass die Überlieferung für eine wörtliche Lesart nicht verlässlich genug ist. So gibt die Wikipedia-Zusammenfassung die Positionen wieder, die ich nicht in den Originalwerken geprüft habe. Was bleibt, sagen wir vorsichtig: Ammianus belegt einen mächtigen, gefürchteten König mit reichem Land am Rand der Steppe. Alles darüber hinaus, besonders die Ausdehnung bis zur Ostsee, ruht auf Jordanes und auf der Frage, wie viel von seiner Liste man historisch liest.

Auch die Aestier verdienen eine Randbemerkung, weil sie so oft in Büchern über Ermanarich stehen. Der Beitrag über die Aestier behandelt die Frage, wer mit diesem Namen an der Ostseeküste gemeint war. Hier genügt: Jordanes' Zeile, Ermanarich habe sie unterworfen, ist ein Satz, kein Ereignis mit Ort und Zeit.

Die Cernjachow-Kultur: was der Boden dazu sagt

Archäologisch fällt das gesuchte Gebiet in den Bereich der Cernjachow-Kultur (auch Sântana-de-Mureș-Cernjachow-Kultur), benannt nach Fundorten bei Kiew und in Siebenbürgen. Sie gehört ins 3. bis 5. Jahrhundert und erstreckt sich über Teile der heutigen Ukraine, Rumäniens, Moldaus und Weißrusslands. Kennzeichen sind größere Dörfer in Flusstälern, Ackerbau mit Weizen, Gerste und Hirse, Rinderhaltung, auf der Töpferscheibe gedrehte Keramik neben handgemachter Ware, Kämme aus Knochen und Gräberfelder mit Körperbestattungen neben Brandgräbern. Waffen finden sich in den Gräbern selten. Römische Amphoren zeigen Handel mit dem Mittelmeerraum an. Als Dorf ragt Budesty heraus, dessen Fläche mit rund 35 Hektar angegeben wird; diese Zahl kenne ich nur aus einer Zusammenfassung.

Ob man diese Kultur „gotisch“ nennen darf, ist umstritten. Lange verknüpften deutsche und polnische Forscher die Kultur mit den Goten, sowjetische Forscher dagegen mit frühen Slawen. Heute herrscht eher die Ansicht, dass die Kultur aus mehreren Bevölkerungsteilen zusammengewachsen ist: Sarmaten, Geto-Daker, Menschen römischer Prägung und daneben eingewanderte Gruppen. Peter Heather hat die Zuwanderung aus dem Wielbark-Raum an der unteren Weichsel stark gemacht; Guy Halsall und Michael Kulikowski bestreiten das und halten eine überwiegend örtliche Entstehung für möglich. Eine kleine genetische Studie von 2019 an drei Proben, die der Kultur zugeschrieben werden, ergab europäische Herkunft und eine mögliche gotische Verbindung, wobei die Autoren selbst die Kultur als ethnisch gemischt einstufen. Auch das stammt aus Zusammenfassungen, nicht aus der Studie.

Wichtig für unsere Frage ist ein Punkt, den die Archäologie nicht liefert. Sie kann Dörfer und Gräber datieren, aber sie kann nicht zeigen, welches Dorf zu den Greutungen und welches zu den Terwingen gehörte. Die Namen stammen aus Texten, die Funde aus der Erde, und die Grenze zwischen beiden Verbänden ist auf keiner Karte der Funde markiert. Die Kultur endet im fünften Jahrhundert. Traditionell gilt das als Folge der Hunnen; neuere Ansätze betonen, dass der Zusammenbruch der politischen Ordnung, die die Kultur trug, wichtiger gewesen sein könnte als eine massenhafte Abwanderung.

Die zweite Version: Sunilda und die Wunde

Jordanes erzählt Ermanarichs Ende anders als Ammianus (Getica 24,129–130). Vorgeschaltet ist die Geschichte der Hunnen, die er auf vertriebene Zauberinnen zurückführt, die sich mit Wüstengeistern gepaart hätten, und die Erzählung von der Hirschkuh, die Hunnen durch die Maiotis-Sümpfe führt. Das ist Legende mit Quellenhinweis (er beruft sich auf Priskos) und kein Tatsachenbericht.

Dann folgt Ermanarich. Ein Volk unter seiner Herrschaft, die Rosomoni (Rosomonen), verrät ihn. Er lässt eine Frau namens Sunilda, die Frau des Verräters, von wilden Pferden zerreißen. Ihre Brüder Sarus und Ammius (in anderer Schreibweise Immius) rächen sie und stoßen ihm das Schwert in die Seite. Er überlebt, siecht dahin und stirbt nach Jordanes im Alter von 110 Jahren. Währenddessen fällt der Hunnenkönig Balamber in das Land der Ostrogoten ein, die sich, so Jordanes, schon zuvor nach einem Streit von den Westgoten getrennt hatten. Die Wunde habe Ermanarich geschwächt, und deshalb hätten die Hunnen die Ostrogoten überwinden können.

Beide Berichte lassen sich nicht ohne weiteres zusammenbringen. Bei Ammianus gibt es keinen Mordanschlag und keine Sunilda; bei Jordanes keinen Selbstmord. Die Zahl 110 ist ein literarisches Motiv, hohes Alter für große Männer, und taugt nicht als Lebensalter eines historischen Menschen. Dass Jordanes überhaupt einen Hunnenkönig Balamber nennt, den Ammianus nicht kennt, zeigt, dass er aus einer eigenen Überlieferung schöpft. Ob diese Überlieferung auf wirklichen Erinnerungen beruht, wissen wir nicht. Wer einen Mittelweg sucht, kann annehmen, dass die Sunilda-Geschichte aus einem Sagenstoff stammt, der in Gotenkreisen umlief und später als Erklärung für den Zusammenbruch diente; belegen lässt sich das nicht.

Nach dem Tod: Vithimiris, Viderich, Alatheus und Saphrax

Bei Ammianus folgt auf Ermanarich ein Mann namens Vithimiris. Er widersteht den Alanen noch eine Weile und stützt sich dabei auf Hunnen, die er mit Geld auf seine Seite gebracht hat. Nach mehreren Niederlagen fällt er im Kampf. Das ist Ammianus 31,3,3. Sein Sohn Viderich (Viderichus, an anderer Stelle Vithericus) ist ein Kind, und die beiden Feldherren Alatheus und Saphrax führen die Geschäfte für ihn. Beide gelten, wie Ammianus schreibt, als erfahren und tapfer. Sie können den Widerstand nicht halten und ziehen vorsichtig bis an den Danastius zurück.

Ein wichtiges Detail steht im folgenden Absatz. Athanarich, der Anführer der Terwingen, erfährt von den Ereignissen. Er hat sich bereits im Streit mit Valens befunden, der ihn bekämpft hatte, weil er den Usurpator Prokop unterstützt haben soll. Athanarich beschließt, sich dem Gegner zu stellen, lagert in einiger Entfernung vom Schutzwall der Greutungen am Fluss und schickt Munderich und Lagarimanus zwanzig Meilen voraus, um den Feind aufzuspüren. So steht in Ammianus' Text das Bild eines Heeres, das hinter einem Wall (vallum) Schutz sucht, einer Reihe von Wachtposten und eines Terwingenführers, der auf eigene Faust verteidigt, während seine östlichen Nachbarn schon geschlagen sind. Nach dieser Darstellung stoßen die Hunnen in einer Nacht über eine Furt, überraschen Athanarich, der sich in die Berge zurückzieht und Wälle baut, und viele Goten fliehen nach Thrakien. Das ist die Kette von Ereignissen, auf die sich die Forschung stützt.

Was dieser Bericht nicht liefert: Zahlen. Wie viele Greutungen zogen mit Alatheus und Saphrax, wie viele blieben zurück oder schlossen sich den Hunnen an, ist nirgends überliefert. Das Gesamtbild ist ein Rückzug eines Verbandes unter einem Kinderkönig und zwei Vormündern. Bei Zosimos erscheinen Alatheus und Saphrax unter anderen Vorzeichen, dazu gleich.

An der Donau 376: abgewiesen und trotzdem hinüber

Im Sommer 376 erscheinen die Terwingen unter Fritigern und Alavivus an der Donau und bitten um Aufnahme ins Reich. Valens gestattet es, und das Chaos der Übergabe, die Not der Goten und die Gewalt des Lupicinus in Marcianopolis führen zum Aufstand. Das ist die Terwingengeschichte; sie steht im Beitrag zu den Terwingen. Die Greutungen kommen in dieser Geschichte als Zweite.

Ammianus nennt in 31,4,12 Vithericus, den jungen König der Greutungen, zusammen mit Alatheus, Saphrax und einem weiteren Anführer namens Farnobius. Sie kommen an das Ufer der Donau und schicken Gesandte an den Kaiser mit der Bitte um dieselbe freundliche Aufnahme. Die Gesandten werden abgewiesen, weil es, so die Begründung bei Ammianus, im Interesse des Staates zu liegen schien. Danach, so berichtet er, setzen die Greutungen dennoch über den Strom, als die römischen Truppen anderswo gebunden waren und die Flottenwachen untätig lagen, mit schlecht gebauten Booten. Die genaue Absatzfolge konnte ich in der Online-Fassung nicht sauber auflösen; sie steht im Übergang von Kapitel 31,4 zu 31,5.

Zwei Dinge bleiben offen. Das erste ist die Chronologie: Ob die Greutungen noch 376 oder erst 377 überquerten, sagt Ammianus in der Passage, die ich gelesen habe, nicht ausdrücklich; die Forschung ordnet es meist in die Wirren des Jahres 377 ein, ich habe das nicht überprüft. Das zweite ist die Zusammensetzung. Fritigern und die Greutungen lagern nach Ammianus getrennt voneinander und stellen keine Einheit dar; der Zusammenschluss der Gruppen im gemeinsamen Aufstand wird später vollzogen. Ob die Greutungen sich Fritigern anschlossen oder ob es nur ein loses Bündnis war, bleibt ebenfalls bei Ammianus nur angedeutet.

Von hier an ist die Geschichte die der Goten im Reich. Am 9. August 378 verliert Valens bei Adrianopel Schlacht und Leben. Nach der Darstellung der Sekundärliteratur, die ich gelesen habe, war die greutungische Reiterei unter Alatheus und Saphrax an diesem Sieg beteiligt (Ammianus 31,12 schildert die Schlacht; den Wortlaut habe ich dazu nicht selbst nachgeprüft).

380 und danach: Pannonien, Odotheus, Phrygien

Die Spur der beiden Feldherren verliert sich nicht. Zosimos erzählt (4,34) von zwei germanischen Gruppen, von denen eine unter Fritigern, die andere unter „Allotheus und Saphrax“ stehe. Kaiser Gratian lässt sie die Donau nach Pannonien und Obermösien überqueren, unter der Bedingung, dass sie die keltischen Provinzen verlassen. Ihr Ziel sei, so Zosimos, Epirus und die griechischen Städte gewesen. Vorher hätten sie Athanarich angegriffen, den „Haupt der Königsfamilie Skythiens“, und aus seiner Stellung vertrieben. Athanarich flieht zu Theodosius, der ihn aufnimmt und nach seinem baldigen Tod königlich bestatten lässt; das beeindruckt, so Zosimos, die Barbaren so sehr, dass sie ohne weitere Überfälle zurückkehren.

Zosimos schreibt gut anderthalb Jahrhunderte später, und seine Chronologie ist knapp. Dass Alatheus und Saphrax um 380 in Pannonien auftauchen, ist eine Rekonstruktion aus Zosimos und Jordanes; auch ihr weiteres Schicksal bleibt unklar. Entweder zerstreute Gratian sie, oder sie machten ihren eigenen Frieden und siedelten in Pannonien. Das habe ich in einer modernen Zusammenfassung gelesen, nicht im Quellentext.

Ein weiterer Name tritt in den Quellen auf. Zosimos berichtet (4,35 in der Zählung der Online-Ausgabe, die ich gelesen habe) von einem Anführer Aedotheus, der eine große Streitmacht aus Völkern der Donauregion und fernerer Länder zusammengebracht hatte. Als er über den Fluss ging, richtete Promotus, der Befehlshaber in Thrakien, ein Blutbad an, so dass „der Fluss voll toter Körper“ war. Der Name wird in der Forschung als Odotheus mit den Greutungen verbunden, und die Überlebenden sollen später als Siedler nach Phrygien gekommen sein. Beim Zosimos-Text, den ich gelesen habe, steht das nicht; die Zugehörigkeit zu den Greutungen ist moderne Zuordnung, und das Jahr 386 stammt ebenfalls aus der Sekundärliteratur.

Der letzte große Auftritt führt nach Phrygien. Claudian nennt in seiner Schmähschrift gegen den Eunuchen Eutropius (In Eutropium 2, um 399) das phrygische Land als bewohnt von Ostgoten und „gemischten“ Greutungen. Gibbon zitiert die Zeile in einer Anmerkung: Ostrogothis colitur mistisque Gruthungis Phryx ager. Ich habe sie nur über Gibbon gesehen, nicht im Claudian-Text. Im Jahr 399 erhebt sich der Anführer dieser Siedler, Tribigild, gegen Kaiser Arkadius und verwüstet Kleinasien; sein Verwandter oder Landsmann Gainas wird zum Verhängnis für Eutropius. Zosimos (5,13) beschreibt Tribigilds Verwüstungen, nennt seine Truppen aber nur „Barbaren“. Dass sie Greutungen gewesen seien, steht bei Claudian und in der modernen Darstellung, nicht im Zosimos-Abschnitt, den ich gelesen habe.

Greutungen gleich Ostgoten? Eine Gleichung, die Jordanes macht

In der Schulbuchfassung heißen die Terwingen später Westgoten und die Greutungen später Ostgoten. Das ist bequem und stützt sich auf Jordanes. Er sagt in Getica 14,82, dass die Goten, die den östlichen Teil hielten und deren König Ostrogotha war, Ostrogoten genannt worden seien, die übrigen Westgoten; für den Namensursprung beruft er sich auf Ablabius und lässt offen, ob ein Königsname oder eine Gegend den Ausschlag gab. Im Kapitel 130 (Getica 24) heißt es dann von den Goten, die im Osten wohnten und Ostrogoten hießen, dass sie nach Ermanarichs Tod den Hunnen unterlagen. In den Abschnitten, die ich durchsucht habe, kommt der Name Greutungen bei Jordanes nicht vor. Der Name Ostrogothi dagegen kommt bei Ammianus nicht vor.

Daraus folgt: Die Gleichung ist ein Schluss aus zwei Quellen, die sich nie gegenseitig nennen. Sie ist naheliegend, weil beide den östlichen gotischen Verband meinen und beide Ermanarich nennen. Wolfram hält die Greutungen und Ostrogoten weitgehend für dasselbe Volk. Heather argumentiert, dass die Evidenz dagegenspricht, die Ostrogoten seien einfach Greutungen unter anderem Namen. Beide Positionen kenne ich aus Zusammenfassungen. Erschwert wird die Lage dadurch, dass die Ostrogoten, die in der Zeit Theoderichs des Großen in Italien herrschen, nach verbreiteter Deutung ein im fünften Jahrhundert unter hunnischer Oberherrschaft neu zusammengewachsener Verband sind; wie viel von den Greutungen des vierten Jahrhunderts darin steckt, ist offen. Bei Jordanes (Getica 174) stehen die Ostrogoten noch unter dem Druck der Hunnen in Skythien.

Auch die Römer kannten die Doppelform. Claudian schreibt von den Greutungen und Ostgoten nebeneinander, als meinten sie nicht ganz dasselbe, und benutzt nur an einer Stelle das Wort Ostgoten. Wolfram liest die Paarform als Hinweis auf nahe Verwandtschaft. Beweisen kann ich nichts.

Hinzu kommt eine allgemeine Warnung. Die Bezeichnung „ostgermanisch“ für Goten, Vandalen, Gepiden und Heruler ist eine Ordnung der Sprachwissenschaft und der Forschung; die antiken Autoren sprechen weder von Ostgermanen noch von einer gemeinsamen Herkunft aller dieser Gruppen. Jordanes lässt die Gepiden als Verwandte der Goten auftreten, die unter Ostrogotha mit den Goten in Streit gerieten (Getica 17,98–99), und wer das liest, sieht die Gepiden als ein Teil derselben Geschichte; als Quelle für gemeinsame Abstammung taugt es nicht. Zur Frage, woher der Name der Goten kommt und was sie mit den Gutonen an der Weichsel und den Gotländern verbindet, sei auf die dortigen Beiträge verwiesen; ein sicherer Faden ist das nicht.

Ermanarich in der Sage: der Tyrann, der nicht aufhört

Kein historischer Gote ist so lange und so weit in die Dichtung eingegangen wie Ermanarich. Dass er das tat, zeigt, wie tief sein Sturz im Gedächtnis der germanischen Völker steckte. Es zeigt nicht, was wirklich geschah. Ich unterscheide deshalb drei Ebenen.

Altenglische Dichtung. Das Widsith-Gedicht, ein Verzeichnis von Herrschern und Völkern in der Ich-Form eines wandernden Sängers, nennt gleich zu Beginn: „Ætla weold Hunum, Eormanric Gotum“, Attila herrschte über die Hunnen, Eormanric über die Goten. Der Erzähler sagt, er sei bei Eormanric gewesen und habe von ihm einen Ring erhalten; an anderer Stelle heißt Eormanric ein „wrāþes wǣrlogan“, den man als grausamen Eidbrecher übersetzt. Das Gedicht Deor nennt ihn einen grimmigen König, und Beowulf spricht von Eormenrics Tücken. Ich kenne diese Stellen aus Zusammenfassungen, nicht aus den Handschriften. Auffällig ist, dass der Ruhm im Süden fern vom Schwarzen Meer, in England, ein halbes Jahrtausend später, noch lebendig war.

Nordische Dichtung. In der Edda erscheint Ermanarich als Jǫrmunrekkr. Seine Hinrichtung der Frau, die in Jordanes Sunilda heißt, wird hier zur Geschichte von Svanhildr, der Tochter Sigurds und Gudruns, die er unter Pferdehufen töten lässt; ihre Brüder, in den Liedern Guðrúnarhvǫt und Hamðismál besungen, ziehen aus, sie zu rächen, und sterben dabei. Auch die Prosa-Edda, die Völsunga saga, ein Skaldenvers und Saxo Grammaticus kennen den Stoff, soweit die Zusammenfassung, die ich gelesen habe, stimmt. Wichtig ist: Die Rache an Ermanarich und der Hunneneinbruch sind in der Dichtung zwei verschiedene Geschichten geworden; die Brüder in der Edda sind keine Rosomonen mehr, sondern Sigurds Verwandte. Der Dichter hat die Geschichte in die Heldensage der Nibelungen und Wälsungen eingebaut.

Deutsche Dichtung. In den Dietrich-Epen (Dietrichs Flucht, Rabenschlacht, Alpharts Tod) ist Ermenrich der böse Onkel, der Dietrich von Bern ins Exil treibt. Zeitlich ist das unmöglich: Dietrich von Bern geht auf Theoderich den Großen zurück, der ein Jahrhundert nach Ermanarichs Tod geboren wurde. Die Sage hat zwei Gestalten aus verschiedenen Zeiten zusammengelegt. Auch die Thidrekssaga macht Ermanarich zum Mörder seiner eigenen Frau auf Anraten eines Ratgebers. Das Nibelungenlied selbst erzählt von Dietrich im Exil am Hof Etzels; ob es Ermenrich selbst ausführlich behandelt, habe ich nicht geprüft. Ermanarich gehört eher zum Sigurd-Kreis der Edda und zur Dietrichepik als zum mittelhochdeutschen Nibelungenlied. Die Quedlinburger Annalen erzählen die Geschichte laut Zusammenfassung ebenfalls.

Was folgt daraus? Das älteste Zeugnis, Ammianus, kennt weder Verrat noch Sunilda. Die Sage kennt beides, aber die Sage ist nicht Quelle, sondern Nachleben. Eine Handlung aus Edda oder Dietrichepos lässt sich nicht auf 375 zurückprojizieren. Man kann nur sagen: Der Name des letzten großen gotischen Königs vor dem Hunneneinbruch wurde zum Gefäß für Erzählungen von Treuebruch und Rache, und diese Erzählungen wanderten durch die germanischsprachige Welt.

Warum die Greutungen im Quellenbild so blass bleiben

Wer Ermanarich und die Greutungen sucht, findet eine Ereigniskette ohne Orte. Es gibt keinen Namen einer Stadt, keine Gräber, die man einem König zuweisen könnte, keine Inschrift. Die Römer sahen die Goten von der Donau her, und ihr Interesse galt der Bedrohung der Grenze, nicht der inneren Ordnung der Verbände. Ammianus nennt Könige, Richter, Gefolgsführer. Wie ihre Macht funktionierte, ob Ermanarich über alle Greutungen herrschte oder nur über einen Teil, wer Alatheus und Saphrax waren und wie sie zu ihrer Rolle kamen, bleibt offen. Auch Jordanes' Königsreihe, die Amaler, ist eine Konstruktion des Hofes in Ravenna oder Konstantinopel; für das vierte Jahrhundert ist sie Quelle für das Selbstbild späterer Herrscher.

Es lohnt, die Gewichte der Überlieferung zu betrachten. Von den dutzenden Völkern, die Jordanes Ermanarich unterwerfen lässt, hat kein einziges ein Zeugnis in einer Quelle aus der Zeit. Von Ermanarich selbst gibt es einen Absatz bei einem Zeitgenossen. Von seinem Nachleben dagegen gibt es Lieder in mindestens drei Sprachen. Dieses Missverhältnis ist die eigentliche Lehre: Der Mythos ist vielfach größer als der Mann, den wir fassen können.

Ein regionaler Bezug zu Aachen und der Region Alsdorf lässt sich für die Greutungen nicht belegen; ich erfinde keinen. Die Goten, die nach 376 ins Reich kamen, wirkten in Thrakien, Pannonien und später in Italien, Gallien und Spanien, nicht am Niederrhein.

Was gesichert ist

  • Ammianus Marcellinus (31,3) berichtet, dass die Hunnen nach den Alanen das Land des Königs Ermenrichus angriffen, dass dieser sich selbst tötete, dass Vithimiris ihm folgte und im Kampf fiel und dass Alatheus und Saphrax für den jungen Viderich zum Danastius zurückwichen.
  • Ammianus (31,4,12) nennt Vithericus mit Alatheus, Saphrax und Farnobius an der Donau; ihre Bitte um Aufnahme wurde abgelehnt, sie setzten dennoch hinüber.
  • Jordanes (Getica 23–24) nennt eine lange Völkerliste unter Hermanaric, berichtet die Sunilda-Geschichte und die Verwundung durch ihre Brüder und lässt Balamber über die Ostrogoten kommen. Die Todesumstände weichen von Ammianus ab.
  • Die Cernjachow-Kultur (ca. 3.–5. Jahrhundert) deckt das Gebiet nördlich des Schwarzen Meeres ab; ihre Gleichsetzung mit den Goten ist umstritten.
  • Zosimos (4,34) nennt „Allotheus und Saphrax“ mit Fritigern als germanische Führer, die nach Pannonien und Obermösien gelangten.
  • Claudian kennt um 399 Greutungen und Ostgoten als Siedler in Phrygien (nach Gibbons Zitat der Zeile).
  • Die Schlacht bei Adrianopel fand am 9. August 378 statt.

Mythos-Check

  • „Ermanarich beherrschte ein Reich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer.“ Das steht bei Jordanes und beruht auf einer Völkerliste, die sonst nirgends bestätigt ist; Ammianus sagt nur, er habe ein ausgedehntes, reiches Land besessen.
  • „Ermanarich starb durch den Anschlag der Brüder der Sunilda.“ Nur Jordanes und die Sage; Ammianus kennt einen Selbstmord.
  • „Er wurde 110 Jahre alt.“ Ein literarisches Motiv bei Jordanes, keine Lebensdaten.
  • „Greutungen sind einfach die Ostgoten.“ Das ist eine Gleichsetzung der Forschung; Ammianus nennt nur Greutungen, Jordanes nur Ostrogoten. Wolfram und Heather beurteilen sie unterschiedlich.
  • „Die Cernjachow-Kultur ist die Kultur der Goten.“ Die Zuweisung ist umstritten; viele sehen eine ethnisch gemischte Kultur.
  • „Dietrich von Bern kämpfte gegen seinen Onkel Ermanarich.“ Sage; Theoderich der Große wurde rund ein Jahrhundert nach Ermanarichs Tod geboren.
  • „Die Hunnen vernichteten die Greutungen.“ Ein Teil wich ab, ein Teil kam über die Donau und spielte danach eine Rolle in den Kämpfen von 378, 380 und später; vom Verschwinden eines Volkes lesen wir nirgends.

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Den größeren Rahmen und verwandte Völker finden Sie hier: Die Goten, Gepiden, Vandalen, Heruler, Gutonen, Gotländer, Aestier und Vidivarier.

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Gudme auf der dänischen Insel Fünen war vom 3. bis ins 6. Jahrhundert eines der reichsten Macht- und Kultzentren …

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